VIERUNDJETZT-TOUR 2017

1 02 2017

MÜNCHEN – OLYMPIAHALLE 17.01.2017

Der zweite Teil der VIERUNDJETZT-TOUR begann am 17.01.2017 in München, aber bereits am 15.01. machte ich mich auf den Weg in Richtung Süden – nicht ohne vorher noch eine Runde mit TARON, BLACK MAMBA und der GEISTER-RIKSCHA im Phantasialand zu drehen.

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Der angekündigte Schneesturm blieb aus und so konnte ich ganz entspannt mit meinem Erdbeerkörbchen nach Offenbach fahren. Dort angekommen parkte ich auf einem Campingplatz und wurde von Marco abgeholt. Mein Auto und mein Wohnwagen blieben dort bis zum Konzert in Frankfurt stehen. Um Sprit und die schweizer Maut zu sparen, reisten wir zu den ersten Konzerten mit Bus und Bahn, was auch (oh Wunder) hervorragend klappte. Vorher galt es aber noch einen Zwischenstopp im RATSKELLER in HANAU einzulegen. Ich hatte dieses Restaurant in der Sendung ROSIN`S RESTAURANTS entdeckt und war augenblicklich schockverliebt. Ich musste einfach die hausgemachte Bratwurst probieren.

Der Weg in den Ratskeller hatte sich in jedem Fall gelohnt. Hier stimmt einfach alles: Die Qualität, der Preis und vor allem ist die Chefin die Freundlichkeit in Person. Schade, dass der RATSKELLER so weit weg ist. Ich würde öfters dort essen.

Nach einer Nacht bei Marco daheim, fuhren wir mit dem Bus nach Würzburg und von dort aus mit dem Regio nach München. 20170116_170116

München präsentierte sich im schönsten Winterwonderland-Style. Ich musste ständig daran denken, dass hier bei uns im Rheinland schon viel früher der Verkehr komplett zum erliegen gekommen wäre. Aber in München störte sich niemand an diesem weißen Zeug, dass dort überall rumlag.

Das verrückteste passierte mir aber am Montagvormittag: Christina aus Rosenheim bestand auf einem kurzen Treffen. Ich hatte ihr in Stuttgart einen Platz in der ersten Reihe freigehalten und sie bestand darauf, mir als kleines Geschenk eine selbstgehäkelte Giraffe für meinen Sohn zu schenken. So etwas rührt mich zu Tränen – DANKE 🙂

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Am Aband trafen Marco und ich uns dann endlich mit unserer Übernachtungsgastgeberin Kriss, die leider nicht mit zum Konzert gehen konnte, da eine Knieverletzung sie daran hinderte. Als kleines Trostpflaster organisierte Marco ihr ein von den Fantas signiertes Drumfell.

Am Dienstag war es dann endlich so weit: Gegen Mittag fuhren Marco und ich zur Olympiahalle in den Olympiapark.

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München zeigte sich von vorne bis hinten von seiner schönsten Seite. Feinstes Wetter, tolle Menschen und ein Konzert, dass die Wände der Olympiahalle wackelten. Selbst mein Lieblingsseppl Tex und erklärter SEVEN-Verweigerer gab am Ende zu, dass „der Schweizer“ ja doch nicht soooooooo schlecht ist. Dummerweise habe ich wärend der Show nicht ein Bild gemacht, so dass das Konzert quasi nur in meiner Erinnerung existiert. Leider war die Nacht kurz, denn wir lagen erst um halb 3 bei Kriss im Gästezimmer im Bett, mussten aber um 7 Uhr wieder raus, da um 9 Uhr unser DB-Bus Richtung Schweiz losfuhr.

ZÜRICH – HALLENSTADION 18.01.2017

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4 Stunden dauerte die Fahrt bis zum Züricher Hauptbahnhof, aber mit leckerem Frühstück und einem guten Hörspiel auf den Ohren, war die Fahrt durchaus kurzweilig. Vom Hauptbahnhof gingen Marco und ich per Pedes die 10 Minuten zu unserer Unterkunft, einem Apartment, dass Marco für 68€ die Nacht gemietet hatte. Mit der Busfahrt fur 34€ waren diese beiden Posten aber auch das einzig günstige an der Schweiz. Eine Pizza Margherita kostet dort 15,50€ – WTF? Da ist doch nix drauf! Für ein 180g Schweinesteak rufen die „Schluchtenscheißer“ 39€ auf – Für 180g vom Schwein! Da atme ich einmal tief ein und die 180g sind weg. Das würden sehr hungrige schweizer Stunden werden, merkte ich sofort. Selbst die einfache Fahrt mit der Tram kostete unverschämte 4,80€ – Zum Vergleich: In München bezahlt man für die gleiche Leistung knapp die Hälfte. Aber es half ja nix: Da mussten wir jetzt durch.

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Auf den Auftritt von SEVEN waren wir sehr gespannt, immerhin war Zürich sein HEIMSPIEL. Doch was war das? Das Publikum war total dröge und feierte „ihren“ Star nullkommanull. Erst später, in Hamburg, erklärte uns Bassist Phillip Schweidler was da los war. Die Schweizer kommen a) generell schlecht aus der Hüfte und b) sind die immer etwas pikiert, wenn ein Schweizer Künstler im Vorprogramm einer Deutschen Band spielt. Aber immerhin spielten die Fantas in Zürich zum ersten mal vor ausverkaufetem Haus, was sicherlich auch SEVEN zuzuschreiben war.

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Auf der Aftershowparty lernten Marco und ich Christine kennen. Christine ist schon lange Fan der Fantas, hat aber bis jetzt erst 4 Konzerte gesehen. Erstaunt war ich auch darüber, dass Christine bereits mein Buch besaß und meinen Blog seit Jahren verfolgt. Wir unterhielten uns lange und gegen 1:30 Uhr erklärte sich Christine sogar noch dazu bereit, Marco und mich zu unserem Apartement zu fahren. Christine war so geflashed vom Auftritt der Fantas. dass sie spontan versuchte noch Karten für den Tourabschluß in Köln zu bekommen.

FRANKFURT – FESTHALLE 19.01.2017

Die Nacht war um 7 Uhr wieder rum, da wir um 8 Uhr den ICE nach Frankfurt erwischen mussten, was auch problemlos klappte. Im ICE enterten wir ein Abteil um in Ruhe weiterschlafen zu können. Auf dem Tisch lag so ein Heftchen, in dem aufgeführt war, wo der Zug überall hällt. Unter anderem in Freiburg i.Br. – Ich schickte also augenblicklich eine Whatsapp-Sprachnachricht zu meinem Kumpel Jens und bat ihn sein Fenster um 8;58 Uhr zu öffnen. Vielleicht hört er mich ja „GUTEN MORGEN, JENS“ brüllen. 😉

Seine Antwort kam promt: „Wann hält der Zug und in welchem Waggon seid ihr? Ich komm rum.“ Fanta-Fans: Alle bekloppt! Wenn Jens schon unterwegs zu uns war, dachte ich mir, konnte er uns auch Frühstück mitbringen, was er auch tat. Marco und ich hatten ja ordentlich Hunger – hehehehe.

Selbst mit original Freiburger Käsekuchen wurden wir versorgt. Ich esse normalerweise keinen Käsekuchen, aber dieser hier war ein Gedicht. DANKE, JENS zu verrückter Typ.

Pünktlich um 12 Uhr war dann auch unser Bahntrip beendet….

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….und wir mussten nur noch mit der Straßenbahn nach Offenbach tuckern um endlich den Rest der Tour mit dem Wohnwagen zu bezwingen. Am Tor Nord des Messegeländes lag schon unser Durchfahrtschein bereit, so dass wir gegen 14 Uhr hinter der Festhalle parken konnten.

Endlich Festhalle – endlich die schönste Halle in Deutschland gerockt. Frankfurt ging derbe steil. SEVEN heizte gekonnt ein und die Fantas hatten sowieso alles im Griff. Und es hagelte auch wieder Geschenke. Gudrun, eine Dame, die Marco und ich in Stuttgart kennenlernten, kam ebenfalls nach Frankfurt und versorgte uns mit geräucherten Würsten und Brezeln. Wie geil war das denn? Frische Brezeln und Würste des Nachts im Wohnwagen kommen allemal geiler als ungesundes FastFood. DANKE. Einziger Wehrmutstropfen: Plötzlich turnten hinter uns 7-8 Mädels rum, die einen Jungesellinnenabschied feierten. An sich nichts schlimmes, aber die Damen waren so voll, dass die Umstehenden binnen kürzester Zeit extrem genervt waren. Das Drama eskalierte dann, als 2 der „Damen“ Sektduschen verteilten. Kurz ein paar warme Worte der Secu und die Frauen vom TEAM BRIDE trollten sich wieder. Gibt es eigentlich etwas unsexyeres als besoffene Frauen?

Gegen 1 Uhr wollten wir dann das Messegelände verlassen, standen aber plötzlich vor einem technischen Problem: An meinem Erdbeerkörbchen funktionierte das Abblendlicht nicht mehr. Ich hatte nur noch Stand- und Fern-Licht. Fernllicht auch nur, wenn ich den Hebel fürs Fernllicht festhielt. Ärgerlich und mitten in der Nacht eh nicht zu reparieren. Also beschlossen wir, zumindest bis zum nächsten Autobahnparkplatz zu fahren, dort zu schlafen und am nächsten Morgen weiter zu fahren. Leichter gesagt als getan denn alle Parkplätze waren komplett dicht. Wir fuhren also über 100km mit Fernlicht (das ich komplett festhalten musste) bis zum Autohof Gießen an der A 45. Dort endlich konnten wir parken und schlafen.

OFF-Day 20.01.2017 & OBERHAUSEN – KÖPI-Arena 21.01.2017

Weiter ging es bei strahlendesdem Sonnenschein Richtung Bochum, wo wir den Off-Day auf einem Gregorian-Konzert verbringen wollten. Vorher hieß es aber eine Werkstatt anzusteuern um mein Abblendlicht reparieren zu lassen. Den Tip für eine gute Werkstatt bekamen wir von Marianne Reinhardt, die selber eine Teddy-Reparaturwerkstatt betreibt. Dorthin gab ich meinen Teddy, den ich von meiner Oma zu meiner Geburt bekam. Der gute muss nach 41 Jahren dann doch mal ins Krankenhaus.

Wenn ihr mal in Bochum seid und euer Auto rumzickt, dann ist die Werkstatt von Matthias Schmitz die erste Wahl. Nach 2 Stunden in der Werkstatt war mein Golf dann wieder flott und wir fuhren rüber zur Jahrhunderthalle in Bochum um uns dort mit Gregorian-Drummer Harry Reischmann zu treffen und uns die Show anzusehen. Meine zweite Gregorian-Show übrigens. Mir gefällts. Sehr melodisch und live einfach ein Genuss.

Nach einer privaten Aftershow-Party und einer erfrischenden Dusche in Harrys Hotelzimmer machten wir uns dann auf den Weg nach Oberhausen. F4-Trucker Kalle hatte dafür gesorgt, dass wir bei den Trucks parken konnten und so rollten wir nachts um 3 Uhr leise zwischen die schlafenden Trucker. Flott die Stützen runter gekurbelt, an den Strom angeklemmt und ab ins Bett.

Am nächsten Morgen (auf dem Weg zum Bäcker) entdeckte ich schon morgens um 10 Uhr zwei Fans vor den Türen der Köpi-Arena. Krass, dass es sowas noch gibt 😉

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Heute war es dann auch endlich soweit: Nach fast 24 Jahren sah meine Mama ihr erstes Konzert, der von mir so verehrten Band. Das ich das noch erleben darf:

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An dieser Stelle möchte ich mich nochmal bei Smudo für die Einladung und bei Florian Hauss für die großartigen Sitzplätze bedanken. Meine Mama war positiv überrascht, wie viele Texte sie doch kannte, was eindeutig an meiner Gehirnwäsche liegen muss. 😉

Der Pott ging aber mal sowas von steil, dass ich in einem Ausbruch von Euphorie zum ersten mal meine rote Kappe auf die Bühne warf. Thomas setzte sie sich auf, sprang ein bisschen damit herum und……….warf sie ins Publikum. Ich war entsetzt! Aber es war Michi Beck, der (mitten im Song EWWS) den „neuen Kappenträger“ aufforderte, mir die Kappe zurückzugeben. Gerade nochmal gut gegangen.

Auf den Palaver, den meine „Freunde“ von Special Security Services mal wieder machten, möchte ich nicht weiter eingehen. Nur so viel: Wenn Tourmanager Flo Hauss diesem einen Security, der behauptete ich hätte ihm Prügel angedroht, geglaubt hätte, ich wäre umgehend ausgecheckt. Aber zum Glück glaubte er mir (ausserdem kennen wir uns schon seit Jahren), dass ich niemals irgendjemandem Prügel androhen würde. Ich bin ja nicht bekloppt! Also…………….nicht so bekloppt! 😉

Leider verließ mich nach dem Konzert der gute Marco, dem es von Konzert zu Konzert schlechter ging. Er wurde richtig krank und dagegen kannste nix machen. So für ich den Rest der Tour alleine weiter.

WIEN – STADTHALLE 24.01.2017

Nach einer Nacht daheim (zwischen Oberhausen und Wien lagen 2 Off-Days) bei meinem Schatz, machte ich mich gegen 11:30 Uhr auf den 970km langen Ritt nach Wien, wo mir die liebe Karo Obdach gewährte. Ich tauschte mein Cabrio gegen einen silbergrauen Golf3, den ich mir von meinem Chef lieh, um mein Erdbeerkörbchen zu schonen. Da mich mein Weg von Köln aus über die A3 quasi gradeaus bis nach Wien führte, kam ich wieder an Hanau vorbei. Dort musste ich einen kurzen Zwischenstopp am Ratskeller einlegen und mir nochmal köstlichste Wurstwaren mitnehmen.

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Ausserdem traf ich mich noch mit Hörspielproduzent Thomas Birker, der sich verantwortlich zeichnet für die großartigen Hörspielserien „Dämonenhasser Tony Ballard“ und „Dreamland Grusel“. Zweitere eine Hommage an den Schriftsteller H.G.Francis.

Blöderweise hatte ich mein Bettzeug daheim vergessen und so musste ich die erste Nacht im Wohnwagen ohne Decke zubringen. Zum Glück funktionnierte meine Heizung aber Einwandfrei. Dennoch wurde ich gegen 4 Uhr nach einem merkwürdigen Traum wach: Ich hatte geträumt bei mir daheim im Keller in unserer Tiefkühltruhe (wir bewitzen nicht mal eine) festgefrohren zu sein. Die Erklärung zu diesem Traum war denkbar einfach: Ich lag auf dem Rücken und meine Füße lehnten an der Wand des Wohnwagens. Und diese war eiskalt. Trotz meiner Schuhe hatte ich eiskalte Füße. Laut Thermometer lag die Temparatur bei -21°. Ich fing mir prompt eine Erkältung ein.

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So sah das Wetter von der Deutsch/Östereichischen Grenze bis Wien aus. Nicht sehr einladend, aber nicht zu ändern.

Gegegen 13:15 Uhr kam ich endlich, Nach gut 25stündiger Fahrt bei Karo an……

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Ich ging erstmal heiß duschen und dann gab es in einem nahegelegenem Wirtshaus ein zünftiges Mittagsmahl. Eigentlich wollte ich mir noch ein bisschen die Gegend anschauen aber ich war zu platt. So machten sich Karo und ich erst am nächsten Morgen auf eine kleine Sightseeing-Tour. Nach einem Frühstück in einem Wiener Kaffeehaus (Von der Kaffeekultur sollten wir uns hier mal eine dicke Scheibe abschneiden) wollte ich unbedingt den Wiener Zentralfriedhof und damit die Gräber so großartiger Künstler wie Falco, Udo Jürgens, Beethoven oder Mozart besuchen:

Ohne diese Typen wäre unsere Musiklandschaft heute eine andere.

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Legere Kleidung ist in Wien angessagt.

Abends dann endlich meine Fanta-4-Wien-Premiere: Auch wenn sich das jetzt schlechter liest als es gemeint ist, aber das Konzert war weder besser noch schlechter als die anderen. OK, an den Ruhrpott reicht so schnell nichts ran, aber Wien rangiert auf jeden Fall im oberen Mittelfeld. Besonders in Erinnerung bleib mir der Fan hinter mir, der mich fragte, warum die angekündigten Doors nicht spielten? Entweder wollte er mich verarschen, oder er glaubte tatsächlich, dass vor SEVEN um 17:45 Uhr noch die Doors spielten.

Von Wien nach Leipzig ist weit (gute 600km overnight) und so machte ich mich nach der Show schnell vom Acker. Schneller als mir lieb war, denn immerhin hatte ich die letzten anderthalb Tage mit wirklich lieben Menschen verbracht, aber im September sehen wir uns ja alle wieder, wenn die Fantas hier bei mir in Aachen spielen und Karo mit ihrer Freundin Mini bei uns übernachten.

LEIPZIG – REDBULLARENA 25.01.2017

Was für ein Ritt in den wilden Osten!

die Nacht verbrachte ich an der Deutsch/Tscheschichen Grenze um von dort aus die „letzten“ rund 500km zu bewältigen. Das erste, was mir auffiel, war, dass die Autobahn in einem desolaten Zustand war. Trotz 17€ Maut hatte man das Gefühl über eine Buckelpiste zu fahren. Was ein Glück, dass mein tiefergelegtes Erdbeerkörbchen daheim in der Garage stand. Ich hätte hundertprozentig meinen 3. Bandscheibenvorfall bavongetragen.

Die Strecke zog sich wie Kaugummi und obwohl ich nur dreimal kurz anhielt. Einmal zum tanken, einmal zum……….und einmal um etwas zu Essen zu kaufen, kam ich erst um 16:35 Uhr an der RedBull-Arena an. Die Autobahnabfahrt weckte jedoch gleich mal heimatliche Gefühle bei mir:

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Ich hätte zwar auf dem Betriebshof parken dürfen, aber da dort extrem wenig Platz war, stellte ich mich nach draußen zu den Trucks. An dieser Stelle ein dickes DANKE an Terry und seinen Doppelfahrer, die mich nach der Show anschoben, denn auf dem gefrohrenem Boden drehten meine reifen durch.

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In Leipzig war dann auch endlich Zeit für meine Fotosafari. Auf einem Konzert einer Tour stehe ich nicht vorne sondern lasse die Show aus der Ferne und von hinter der Bühne auf mich wirken. Here we go – lassen wir Bilder sprechen:

HAMBURG – BERKLEYCARDARENA 26.01.2017

In Hamburg sollte alles wieder wie immer sein. Ich in der ersten Reihe, Marco neben mir. das alles in der schönsten Stadt Deutschlands. Herrlich.

Extra für Marco, der noch immer krank war aber sein bereits gebuchtes Hotel und seine gebuchte Rückfahrt aus Hamburg nicht verfallen lassen wollte, parkte ich in der Nähe der Sanitäter – man weiß ja nie, der arme Mann war noch immer nicht ganz genesen:

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Aber alles ging gut, Marco hat die Reise und die Show gut überstanden. 😉

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Wie ich erst wärend des Auftritts von SEVEN über den Facebook-Massenger erfuhr, sind Sabrina & Vanessa (die beiden SEVEN-Fans aus Stuttgart) extra nochmal aus Ingolstadt bzw. Konstanz angereist um ein letztes Mal SEVEN sehen zu können. Leider wurden sie von der Dame, die ihnen ihre Tickets für die ausverkaufte Show vor der Halle verkaufen wollte, versetzt. So baten sie mich um 12:30 Uhr via Messenger um Hilfe. Dies las ich aber leider erst als die Show schon lief und ich war zusätzlich verwirrt, da die beiden gegenüber vom Catwalk standen. Ich war verwirrt. Die Erklärung war aber denkbar einfach: Die beiden wollten grade frustriert wieder gehen als ihnen SEVEN-Percussionist Michael über den Weg lief, der sie prompt auf die Gästeliste setzte.

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Ich war so beeindruckt von der Leidenschaft der beiden. Immerhin sind sie mit einem Flixbus vom Bodensee nach Hamburg über Nacht gefahren, haben dann stundenlang in der Kälte gestanden und wollten dann nach der Show wieder mit einem Flixbus nach Köln fahren um auch noch die letzte Show anzugucken. Alles, wohlgemerkt, für den Support-Act. Ich bot den beiden spontan an sie mit nach Köln zu nehmen. Immerhin kann man in meinem Wohnwagen deutlich besser schlafen als in einem Flixbus.

So machten wir uns nach der Show gleich auf den Weg nach Köln. Übernachtet wurde auf dem Autohof in Soltau, wo wir morgens duschten und in einem American Diner fürstlich speisten.

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Auf dem Weg nach Köln musste ich auch durch meine einzigen beiden Staus der gesamten Tour. Einmal auf der A7 vor einer Baustelle und natürlich auf der A1 kurz vor der Leverkusener Brücke. Großes Tennnis!

KÖLN – LANXESSARENA 27.01.2017

Finale in der Heimat. Köln auf links drehen.

Meine Freundin Kathrin war tatsächlich schneller in Köln als ich, was einem Skandal gleich kam. 😉 Ich hingegen wat so spät dran, dass gerade noch Zeit für ein Gang zur Toilette und einem Tee aus dem Catering war, bevor die Türen aufgingen. In Köln hatte ich meine liebe Not, in „meiner“ Ecke für die „üblichen Verdächtigen“ einen Platz frei zu halten. Zu Diana, Sarah, Anne, Catrin, Karsten, Sabrina und Vanessa gesellten sich noch Gudrun und ihr Mann, sowie Christine aus Zürich, die tatsächlich noch eine Karte ergattern konnte.

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Nachdem wir uns sortiert hatten betrat auch schon SEVEN die Bühne und das, was ich ihm in Hamburg prophezeite, trat ein! Köln legte noch eine Schüppe auf die ohnehin schon fette Stimmung in Hamburg drauf. SEVEN rockte das Haus, als wäre es sein Konzert:

Nach einer kurzen Umbaupause enterte dann erst ESKEI83 und dann die VIER FANTASTISCHEN die Bühne. Augenblicklich gab es kein halten mehr! Köln zeigte aus welchem Holz es geschnitzt ist. Ohne jeden Zweifel war der Tourabschluss in Köln auch das geilste Konzert der Tour. Selbst EINFACH SEIN konnte mich begeistern, oder das doch recht lahme EINES TAGES. Schade fand ich nur, dass nicht mal für das letzte Konzert ein Überraschungssong gespielt wurde. Ich habe noch gar nicht erwähnt, dass ich DAS SPIEL IST AUS schmerzlich vermisse. 🙂

Dennoch war Platz für 2 Tourabschlussscherze: Bei YEAHYEAHYEAH bewarfen Kathrin und ich Michi mit einem Haufen Kippen und bei SCHULD (es hatte sich so eingespielt, dass TD von mir bei den vorherigen Konzerten eine imaginäre Zahnbürste zugeworfen bekam – Stichwort: „Ich lass beim Zähneputzen ständig warmes Wasser laufen“) warf ich TD dann halt eine echte Klobürste zu. Sein Gesicht: UNBEZAHLBAR!

Mit dem Konzert in Köln endete dann auch mein zweiwöchiger F4-Trip. Sabrina & Vanessa bekamen noch ihre Koffer aus dem Wohnwagen und Kathrin und ich verabschiedeten sich danach noch Backstage bei den VIER, SEVEN und der CREW und dann fuhren wir nach Hause. Catrin & Anne sowie Gudrun & ihr Mann Thomas schliefen noch bei uns und nachdem die 4 nach dem Frühstück ihre jeweiligen Heimreisen antraten, hatte ich nur noch den Wohwagen leer zu räumen, die erste Maschine Wäsche anzuschmeißen und mich auf die Couch zu fläzen. Bis zum nächsten Konzert ist es noch etwas hin, aber dafür ist die Loreley eine Hammer-Location, auf die ich mich schon jetzt freue.

Bis dahin.

T R O Y

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Stuttgart-Triple – Schleyer-Halle 21./22./23.12.2016

29 12 2016

Leute, Leute, Leute,

erst heute komme ich zum schreiben und ich habe so ein bisschen die Befürchtung, dass dies mein schlechtester Bericht sein könnte. Warum? Mich hat seit dem 1. Weihnachtsfeiertag eine fiese Bronchitis niedergerissen. Hatte ich so schon seit Jahren nicht mehr. Komplett mit 40 Fieber, Halsschmerzen, Kopfschmerzen und (ganz schlimm) Apetittlosigkeit. Langsam kehre ich aber wieder zu den Lebenden zurück und mein erster klarer Gedanke gilt natürlich meinem Tourtagebuch. 🙂

Ich muss ja gestehen, dass ich nach dem offiziellen Tourstart in Bamberg fast so etwas wie Unlust auf alle weiteren Konzerte verspürte und das lag nicht am fehlen von DAS SPIEL IST AUS, sondern auch daran, dass in Bamberg irgendwie nix ging. Das Publikum war einfach zum einschlafen. Mal abgesehen von dem Pärchen, das nach der Bamberg-Show noch unbedingt mein Buch kaufen wollte. 🙂

Stuttgart sollte da einige Schippen drauflegen. Aber der Reihe nach:

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Marco hatte das schöne Hotel „Astoria am Urachplatz“ gebucht, in dem ich schon 2010 mit Janine übernachtet hatte. Das fiel mir aber erst auf, als ich dort um die Ecke bog und das Hotel sah. Nach dem Einchecken fuhren wir auch gleich zur Schleyer-Halle, wo wir dann gegen 15:30 Uhr auch ankamen. Dort bekamen wir sofort unsere Parkscheine und durften in direkter Nachbarschaft der 14 Trucks parken.

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Im Inneren war die Bühne schon komplett aufgebaut und präsentierte sich nun auch in kompletter Breite – In Bamberg musste rechts und links noch auf jeweils 2 „Felder“ verzichtet werden. Das Bühnendesign gefällt mir ausgesprochen gut, vor allem, weil sich die Bühne ständig verändert. Trotz der gigantischen Breite wirkt die Bühne am Anfang, beim SUPERSENSE-Intro auf dem Catwalk eher klein, da noch alles mit schwarzen Vorhängen (KABUKI) verhüllt ist. Gegen später senken sich noch 3 große Leinwände aus dem Bühnendach, die sich sowohl horizontal, als auch vertikal verschieben lassen. Großes Damentennis. Und trotzdem bleibt die Fornika-Bühne unangefochten auf Platz 1.

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Das erste Konzert war nicht ausverkauft, hatte aber trotzdem ordentlich vorgelegt. Kein Vergleich zu Bamberg am Abend vorher. Auch hatte sich die Setlist leicht verändert. Im SUPERSENSE-Intro flog JETZT GEHT`S AB raus und zum Ende hin wurden 4 Songs umgestellt. Nach KRIEGER wurde in Bamberg noch NAME DRAUF, EINES TAGES, MFG und PICKNICKER gespielt und ab Stuttgart 1 hieß es dann KRIEGER, MFG, PICKNICKER, EINES TAGES, NAME DRAUF. Das kam wesentlich runder. BTW: Habe ich schon erwähnt, dass ich DAS SPIEL IST AUS extrem vermisse? Nein? Also: „Ich vermisse DAS SPIEL IST AUS sehr!“

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Nach dem Konzert traf ich auf der Aftershow-Party nach 23 Jahren eine Legende wieder:

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Günne, der ehemalige Tourmanager der Fantas. Nach so langer Zeit lief ich dem Mann über den Weg, mit dem diese lange extrem geile Reise begann. Wenn Günne damals, vor dem Tor 3 in Düsseldorf nicht gesagt hätte „Warte mal hier, vielleicht geht da ja was“, wäre mein Leben unter Garantie anders verlaufen.  Auf der Aftershowparty kam er auf mich zu mit den Worten „Herr Sartorius, vielen Dank für das Erwähnen in deinem Buch.“ Und er zeigte mir sogleich eine SMS von Michi Beck, in der sinngemäß stand „Ey Günne, ich les grad das echt gute Buch vom Sartorius und du wirst darin erwähnt.“

Einmal mehr war ich platt. Aber Günne setzte noch einen drauf: Er kaufte mir ein Buch ab und bestand natürlich auf eine Widmung. Die bekam er natürlich. Ehrensache!

Noch in der Nacht wollte uns dann der Hotelportier über den Tisch ziehen, weil er für einen Tiefgaragenplatz 15€ satt der üblichen 10€ verlangte. Er begründete das mit den Worten „Es wäre ja jetzt mitten in der Nacht, das wäre halt so“ – Marco und ich parkten also irgendwo in der Nähe des Hotels auf der Straße, und zwar kostelos. 🙂

Am nächtsten Vormittag fuhren wir nach Esslinngen und besuchten Lars Wallisch, ehemals Mitglied des F4-Managements, und seinen zuckersüßen Baby-Hund Joy. Ich war augenblicklich hin und weg. Noch mehr „hin und weg“ war ich allerdings von dem Fornika-Award, der bei ihm im Flur hängt. So sehr ich mir auch den Mund fusselig redete: der Award hängt noch immer in Esslingen im Flur von Lars.

Zurück in Stuttgart rüsteten wir uns für Stuttgart Teil 2:

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Ich gebe zu, überlegt zu haben, das zweite Konzert am Kopfende des Catwalks ansehen zu wollen. Letztendlich blieb ich aber „meiner Ecke“ troy.

Nachdem SEVEN die Meute wieder ordentlich angeheizt hatte, betraten die Fantas pünklich um 21 Uhr die Bühne. Wie schon 2014 bei der REKORD-TOUR war auch diesmal das zweite Konzert das Beste. Die ausverkaufte Hütte rockte als gäbe es kein Morgen. Einzig der Song EINES TAG stieß nach wie vor auf vollkommenes Unverständniss beim Publikum. Unter diesen Umständen fällt es mir um so leichter bei EINFACH SEIN abzugehen. Erledige ich meine anfallende Büroarbeit eben in Zukunft EINES TAGES. Hahahaha 😉

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Auf der Aftershowparty des zweiten Konzertes konnte ich mich mit SEVEN unterhalten. Der Gute war immer noch geflashed vom Publikum, dass ihn so derbe abfeierte, als wäre er der Hauptact. Mich freut das so unglaublich, dass die Fanta-Fans diesen großartigen Künstler mit so offenen Armen empfangen. Zu geil!

Am nächsten Morgen fuhren Marco und ich in die Stadt. Wir wollten HOMEBOY-Klamotten shoppen. Am Abend vorher hatte Janine uns verraten, dass es in der Königstraße einen Laden namens YEANS-Halle (ja, schreibt sich so) gibt, der HOMEBOY im Programm hat. Die Ernüchterung folgte aber sogleich. Ich habe wirklich keine Ahnung was passiert ist, oder besser: Wann wurde eigentlich beschlossen, dass Kleidergrößen nicht mehr gleich Kleidergrößen sind? Ich hatte ja so etwas geahnt und rein prophylaktisch ein HOMEBOY-Shirt von 1993 mitgenommen. Das Shirt hat die Größe XL und passt mir heute noch (oder besser: Jetzt erst, denn 1993 wog ich gute 40kg weniger) wohingegen heutige HOMEBOY-Shirts in XXL aussehen, als hätte ich mich mit nem Tannenbaumtrichter angezogen. Hier der Bildbeweis:

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1993 XL

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2016 XXL

Ich habe mir dann eine graue HOMBOY-Jacke gekauft. Im Grunde ein sehr cooles Teil, aber auch diese Jacke habe ich zwischenzeitlich zurückgeschickt, weil sie Fäden zieht. Ich hatte die Jacke am Heiligen Abend maximal ne Stunde an und schon zog sie an 3 Stellen Fäden. Fazit: Die Qualität stimmt bei der HOMBOY-Neuauflage leider überhaupt nicht. Ausnahmslos alle Klamotten von früher sind heute noch top, kaum verwaschen und nicht eingelaufen. Schade, hatte mich sehr auf die Neuauflage gefreut.

Also wieder zurück zur Schleyerhalle. Hier zeigte sich einmal mehr, dass SEVEN ein großartiger Künstler sein muss. Vor der Halle standen schon um 14 Uhr zwei Mädchen am Einlass, die nur für SEVEN extra nach Stuttgart gereist waren. Das, wohlgemerkt, bereits zum zweiten Mal. Bereits am Vorabend waren die beiden in Stuttgart und hatten sich jeweils zweimal Karten für die Fantas gekauft, nur um SEVEN zu sehen.

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Soviel Einsatz sollte belohnt werden. Marco und ich besorgten zwei Poster von SEVEN und ließen diese von ihm und seiner Band signieren. Nach dem Konzert trafen wir uns am Stand von LAUT GEGEN NAZIS und machten zwei Damen sehr glücklich. 😉

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Zum Finale war etwa eine Stunde vor Einlass schon ungewöhnlich viel los. Das versprach ein geiles Finale zu werden.

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Pünktlich um 21 Uhr hieß es dann ein letztes mal „Schönen guten Abend meine Damen und Herren“ – Es ging derbe ab. Nicht ganz so krass wie am Abend vorher, aber wirklich fett. Eventuell lag es aber auch daran, dass mir unfassbar die Füße weh taten und mir das rumspringen sichtlich schwer fiel. 4 Konzerte am Stück sind kein leichtes…….wenn man auf die 50 zugeht. Hehehe!

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Highlight bei der aktuellen Show: Fornika/NeuesLand/Tag am Meer.

Und natürlich der neue Song ENDZEITSTIMMUNG. Was für ein Brett.

Leute, was für ein Tourauftakt. 4 Konzerte in Folge, jeden Abend Party mit coolen Leuten. Jeden Abend mit Janine, Gert, Matze, Torsten, Felix, Katrin, Anne und und und  Aber das verrückteste: Ich habe sogar ein paar Bücher verkaufen können. Selbst Teile der Crew kauften es. Ich habe, auch nach fast 24 Jahren, immer noch das Gefühl, dass ich irgendwann aus diesem Traum mal aufwache. Dann war es aber ein geiler Traum!

Nach der Show haben wir uns dann noch ganz schnell von Crew und Band verabschiedet, ne schnelle Cola im Backstage getrunken und uns dann auch gleich auf dein Heimweg gemacht. Immerhin lagen noch 404 Kilometer vor mir und es ging stramm auf den Heiligen Abend zu. Aber meine Rechnung ging auf. Um kurz nach Mitternacht verließ ich Stuttgart Richtung Autobahn. Begleitet von zwei nostalgischen TKKG-Hörspielen fuhr ich durch die Nacht und über die A61 gen Heimat. Nach zwei „Kurzschlafstops“ und einem Telefonat mit Kalle kam ich endlich gegen 6:30 Uhr in meiner Heimat an. Noch schnell das Auto getankt, daheim ausgeräumt und dann bis Mittag gepennt, bevor der Weihnachtstrubel losgehen konnte.

Weiter geht es jetzt am 17.01.2017 in München zum zweiten Teil der „Vierundjetzt“-Tour, die ich (so Gott will) bis zum Ende in Köln am 27.01.2017 begleiten werde.

Abgerundet wird das ganze dann am 30.01.2017 im Oskar-Jäger-Deli in Köln, wo ich ab 20 Uhr aus meinem Buch TROYER BEGLEITER – DIE FANTASTISCHEN VIER UND ICH lesen werde.

Bis dahin und einen guten Rutsch ins Jahr 2017

T R O Y





Frohes Fest!

23 12 2016

Stuttgart rockt wie die Hölle!

Bamberg war ein Witz dagegen.

Ausführliche Berichte zu den drei Shows wird es nach Weihnachten geben.

Ich wünsche allen Lesern ein frohes Fest.

Feiert mit euren Lieben und genießt eure Zeit.

Sperrt den Hass aus!

T R O Y





Bamberg Brose Arena, 20.12.2016

21 12 2016

Tourauftakt „Vierundjetzt Tour 2016“ in BÄÄÄMberg!

 

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Ich versuche mich kurz zu fassen, auch weil ich nicht alles verraten will.

Here we go:

 

Nachdem ich bei Marco äusserst entspannt in roter Satin-Bettwäsche (IM GÄSTEZIMMER!!!!) genächtigt und vor der Auftakt-Show an seiner Schule eine Lesung aus meinem Buch hatte, ging es aber schnurstracks ab nach Bamberg.

Wir erreichten die Halle etwa gegen 15 Uhr und bekamen von Tourmanager Flo Hauss sogleich unsere Gäste-Pässe ausgehändigt. Zum Tourauftakt durften wir erst nach dem Soundcheck in die Halle, um uns die Überraschung nicht zu verderben. So lungerten wir eine Weile im angrenzenden Kaufland herum und plauderten ein wenig mit Leaddriver Kalle Struß. Der Mann veralberte mich sogleich: Angeblich wurde die Band reduziert. Lillo und Markus Birkle seien wohl nicht mehr dabei. Ich ließ mich schön aufs Glatteis führen und konnte es nicht fassen, träumte aber insgeheim von einem fetten Drumsolo bei TAG AM MEER und endlich, endlich von der weitaus cooleren Version des PICKNICKER. Aber wie das so ist mit dem Wunschdenken: Natürlich waren und sind die Herren Scrimalli & Birkle mit an Bord und natürlich werden TAG AM MEER & PICKNICKER wie immer gespielt. Bei der Gelegenheit: DAS SPIEL IST AUS wird tatsächlich nicht mehr gespielt und EINES TAGES funktioniert live überhaupt nicht. Nirgendwo in der Halle (so sah es zumindest aus) bewegte sich irgendwer zu diesem Song. Den Part von Cäthe übernahm zwar der großartige SEVEN, aber auch das nutzte nichts. Unter diesen Umständen fällt es mir deutlich leichter, dass Versprechen einzuhalten, bei EINFACH SEIN in Zukunft abzugehen – ich erledige meine Büroarbeit in Zukunft einfach EINES TAGES. 😉 Komisch, wie sich Songs live „verändern“, denn auf CD und mit Cähe gefällt mir EINES TAGES recht gut. Aber: Die Tour hat ja grade erst begonnen – vielleicht ändert sich da ja noch was.

Denn: Abgesehen davon bekam ich den Mund nicht mehr zu!

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Was für eine fette Bühne! Sie toppt zwar auch nicht meine „Lieblingsbühne“ der Fornika-für-alle-Tour, aber sie steht definitiv auf Platz 2. Was da alles wärend der Show passiert, ist der absolute Wahsinn. Verschiebeelemente, Böller, Konfetti, Nebel und und und. MEGA! Aber das witzigste: Es wurden innerhalb der Band und der Crew Wetten abgeschlossen, wo ich denn stehen werde. Rechts vom Catwalk, links vom Catwalk oder mittig davor. Die meisten wetteten wohl auf rechts vorne in der Ecke, weil die Fantas von dort durch den Graben vorne auf die B-Stage zum Intro gehen. Ich aber stand (natürlich) links vorne in  der Ecke, weil ich dort (natürlich) die beste Sicht auf den Startrommler habe. Und wer hat richtig gewettet? Flo Dauner & Markus Birkle. Gratulation – obwohl: Schwer war das ja nun nicht. 😉

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An welcher Stelle das hier passiert, wird noch nicht verraten, aber ich mag das Bild sehr.

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Lillo bekommt seinen eigenen Konfettiregen vom D……

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….der zum Tourstart sein Maurerdekolteè zeigte….

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…und sogar Michi hat eine neue Flüstertüte.

Mehr wird noch nicht verraten, es kommen ja noch ein paar Shows.

Heute geht`s nach Benztown zum Triple. Mal sehen, was die Heimspiele zu bieten haben.

Dafür, dass ich fest vorhatte, nur einen Satz zu schreiben (Bamberg – ohne DAS SPIEL IST AUS!), wurde es dann doch etwas mehr. Ich kann halt nicht anders. 😉

STAY TROY





Borken Stadthalle/Vennehof 26.11.2016

28 11 2016

Endlich Fantas in Borken. Endlich!

Konzert 158 ist Konzert 1!

Endlich darf ich die Fantas in der legendären Stadthalle/Vennehof in Borken feiern.

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Aber erst mal hinkommen – nicht ohne perfekte Ankunftszeit:

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Endlich wieder eine F4-Clubshow. Ich hatte in den letzten Jahren völlig verdrängt, wie steil die Fantas in Clubs abgehen. Es war heiß, es war eng, es war geil und es war mit Bierdusche.

Bevor es aber heiß,eng, laut und bierig wurde, musste ich erst mal rein in die Halle. Und auch hier ging es in Borken Oldschool-mäßig ab. Ich musste draußen in der Kälte (und es war unter null Grad und somit saukalt) auf den Einlass warten. Ok, nicht ganz: 15 Minuten vor dem offiziellen Einlass durfte ich mit Kathrin und Marco die Halle entern. Die Fantas probten zuvor noch die neuen Parts der Show und einen neuen Song, und diesmal musste auch ich mich in Geduld üben. Da brannte es wieder, dieses mir-ist-kalt-und-schaffe-ich-es-in-die-Mitte-der-ersten-Reihe-Fieber. Fand ich extrem geil und spannend.

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Mit leichter Verspätung enterten die Fantas um kurz nach 20 uhr und ohne Support-Act, die kleine Bühne. Die ersten 12 Minuten waren geprägt von einem extrem fetten Intro aus zusammengewürfelten Tracks, der ersten 4 Platten. Das ganze vorgetragen nur mit ESKEI83 ohne Band. Mordsfett! Besonders der Übergang von WAS GEHT in LASS DIE SONNE REIN. Erst nach diesen 12 Minuten kam die altbekannte Band dazu und mit HEUTE wurde es richtig laut. Etwa in der Mitte der Show spielten die Fantas ein neues Stück. Die Up-Tempo-Nummer trug den Arbeitstitel ENDZEITSTIMMUNG und gefiel mir auf Anhieb richtig gut. Danach ein kleiner Break, in dem MIchi.Thomas und Smudo die Bühne verließen. Derweil spielte die Band mit Andy eine kurze instrumetal-Version von Fornika. Wärenddessen trugen die Backliner drei Hocker und drei Mikrofonständer auf die Bühne. Aha, dachte ich: TAG AM MEER. Doch halt: Vor TAG AM MEER spielten die Jungs noch eine sehr coole Version von NEUES LAND um dann nahtlos in TAG AM MEER überzugehen. Danach folgte Krieger und danach zum vorerst letzten mal DAS SPIEL IST AUS.

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Ja, ihr habt richtig gelesen: Heute abe ich erfahren, dass DAS SPIEL IST AUS von der Setliste flog. Was soll ich sagen? Der fetteste Song vom Album REKORD ist futsch! Das Spiel ist aus für DAS SPIEL IST AUS. Nach NIKKI mein zweitliebster Song. Warum nur? Das macht mich grade echt fertig. Kann man dafür nicht UND LOS kicken? Oder GEGEN JEDE VERNUNFT? Oder DANKE? Oh man Fantas – überlegt euch das doch noch mal……bitte!

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Aber es gibt auch etwas sehr cooles zu berichten:

Michi wollte bei ERNTEN WAS WIR SÄEN wie immer Faxen mit dem Megafon machen. Dummerweise hatten wohl die Backliner die Batterien falsch eingelegt, so dass das Gerät stumm blieb. Daraufhin flog es erst über die Bühne und dann kam Michi von der Bühne runter in den Fotograben und schenkte mir das gute Stück. Jahahahaha. das Pipis&Popos-Megafon ist jetzt mir! Es kommt neben die Flasche Bombolo in meine Vitrine.

Ich muss wohl auch ein bisschen leiden für das gute Stück: Michi rang mir das Versprechen ab in Zukunft bei EINFACH SEIN nicht mehr gelangweilt am Handy rumzufummeln und andere Musik zu hören, sondern abzugehen, als würde ich den Song gut finden. HAHAHAHA! Michi musste nämlich bisher immer, wie bei einem schlimmen Unfall, zum doofen Sartorius gucken und sich ärgern, dass der da so blöde rumsteht. Also: In Zukunft wird EINFACH SEIN gefeiert, denn ich habe ja auch (O-Ton Michi) so etwas wie eine Vorbildfunktion. 😉

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Nach gut zwei Stunden fuffzehn war auch schon wieder Schluß. Die pöbelnden und strunzbesoffenen Frauen waren vergessen, das durchgeschwitzte Shirt gegen ein trockenes getauscht und das Megafon gut verstaut. Noch ein bisschen mit den Fans geplaudert und schon traten wir drei den Heimweg an. Die meiste Zeit der Rückfahrt habe ich gepennt, ich war ja auch schon seit 3 Uhr wach.

Bevor es nun im Dezember auf die große Hallentour geht mache ich noch schnell etwas Werbung in eigener Sache:

Das letzte Jahr habe ich damit zugebracht ein Buch zu schreiben. Ein Buch über die Fantas. Ein Buch über mich und die Fantas. Ein Buch über meine ganz persönlichen, fast 24 Jahre mit den Fantas. Komplett mit einem Vorwort von Smudo und coolen Fotos im Mittelteil.

Dank der großartigen Hilfe meines Schriftstellerkumpels Christoph Straßer, den Fantas und dem riva-Verlag in München konnte ich mir diesen Traum erfüllen.

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Das Buch TROYER BEGLEITER – DIE FANTASTISCHEN VIER UND ICH gibt es seit dem 07.11.2016 für 19,99€ überall wo es Bücher gibt, unter http://www.m-vg.de und natürlich bei Amazon.

Wir sehen uns auf der TOUR – dann auch wieder mit dem großartigen SEVEN als Support!

 

T R O Y





IFA Sommergarten Berlin 01.09.2016

5 09 2016

Berlin, Berlin, ich fahre nach Berlin.

Halt: Ich flog. Warum? Mangels Alternativen.

Da ich es mir seit 2007 zur Aufgabe gemacht habe, bei jeder Tour das erste und das letzte Konzert anzugucken (egal wo) kam ich natürlich nicht umhin, Berlin auch dieses Jahr wieder einen Besuch abzustatten. Denn der IFA-Sommergarten galt offiziell als erstes Konzert der VIERUNDJETZT-TOUR 2016/2017. Nur, wie hinkommen?

Selber fahren? Da ich diesesmal alleine zum Konzert reisen würde, natürlich zu weit, zu teuer und zu stressig.

Bus? Dauert viel zu lange wie ich seit 2015 weiß und hätte von der Zeit her nicht gepasst – ich wäre erst nach Einlass in Berlin gewesen.

Bahn? Viel zu teuer, außerdem boykottiere ich dieses Unternehmen weitestgehend.

Bleibt als nur fliegen: Gesagt getan und ZACK zwei zeitlich perfekt liegende Flüge für unfassbar günstige 50€ gebucht.

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Und so fuhr mein Schatz mich am 31.08.2016 zum Köln/Bonner Flughafen, wo ich natürlich eine ausgiebige Sicherheitskontrolle über mich ergehen lassen musste – ja, das ist der Sicherheit geschuldet und absolut ok, aber kann den Secus mal einer stecken, dass nicht immer der „tätowierte Asi“ auch der Drogendealer oder Sprengstoffattentäter ist? Der Flieger der Ryanair hob pünktlich um 20:45 Uhr ab und landete ebenfalls überpünktlich um 21:55 Uhr in Berlin Schönefeld. Danach noch knapp 30 Minuten mit der S-Bahn zum Prenzlauer Berg gefahren, wo ich schon von Marko und Doreen erwartet wurde. Die beiden gewärten mir nicht nur Obdach für die nächsten zwei Tage, nein! Ich bekam noch am selben Abend frisch gekochtes Essen serviert, sowie an den beiden darauf folgenden Morgen ein extrem reichhaltiges Frühstück.

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An dieser Stelle nochmal ein FETTES DANKE an euch beide. FREUNDSCHAFT!

Trotz der Tatsache, dass ich mich ausgesprochen wohlfühlte, musste ich mich gegen Mittag zum IFA-Gelände begeben. Dort angekommen, rechnete ich zuerst mit dem schlimmsten, will sagen einem hermetisch abgeriegelten Gelände, wie das für Messen nicht unüblich ist. Aber das F4-Glück war mir hold und einer der Notausgänge war noch nicht verschlossen. Kaum drin sah ich die beeindruckende Bühne.

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Nun hieß es aber warten, warten, warten. Es war ja erst 13 Uhr und Einlass war erst um 17:30 Uhr. Ich vertrieb mir die Zeit mit dem ein oder anderen Plausch mit der Crew am FOH oder am Merch-Stand und ging einem Bühnenbauer beim Anbringen einer Treppe nebst Geländer zur Hand.

Plötzlich sah ich Anne auf einer Steintreppe sitzen.

Ich so: „Wie bist du denn hier rein gekommen?“

Anne: „Da vorne, neben den Schleusen, da ist der Zaun offen.“

Wie gut, dass die Fantas nur Fans haben, die sich benehmen können und trotzdem brav vor der Bühne hocken. Andererseits frage ich mich schon manchmal wofür es Security gibt? Vielleicht schreibe ich über das Thema Security mal ein Buch 🙂

Kurz vor 18:30 Uhr, ich stand grade mit dem Rücken zur Bühne und unterhielt mich mit den anderen Fans, bekam ich (völlig zu Recht) einen Anschiss über Mikrofon!

Thomas D kam auf die Bühne, kündigte SEVEN an und sagte als Erstes:

„SARTORIUS, DREH DICH UM WENN ICH MIT DIR SPRECHE!“

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Recht hat der Mann, aber seit wann kündigt TD den Support-Act an? Das ist doch traditionell SMUDO’s Job. Aber TD lieferte die Erklärung sofort: SMUDO stand noch im Stau. 😉

Endlich also wieder SEVEN als Support……und gleich mal ne Stunde Stagetime…..ich war glücklich.

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Ich kann es nicht oft genug betonen: Der Beste Support-Act in 23 Jahren F4. Ich freue mich sehr auf sein eigenes Konzert in Köln und natürlich auf die kommenden Konzerte mit F4.

Was mir allerdings in Berlin extrem auffiel: entweder wird das Publikum immer jünger, oder ich immer älter.

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Aber, die Kids gingen gut ab und wurden nach der Show von F.L.O. Dauner mit einem Schwung Drumsticks bedacht, die „Kindergärtner-Sartorius“ brav an die kleine Schar Fans verteilte.

Dass die Show endlich wieder 2 Stunden dauerte und nicht, wie bei Festivals üblich, nur 1,5 Stunden, machte mich natürlich extrem neugierig auf die Setlist, die dann so aussah:

OVERTÜRE1 (nur DJ)

JETZT PASST AUF (nur DJ)

WAS GEHT (DJ + F.L.O.)

HEUTE

DANKE

UND LOS

YEAHYEAHYEAH

SIE IST WEG

GEBOREN

LE SMOU

ICHISICHISCHISICH

GEGEN JEDE VERNUNFT

GEBT UNS RUHIG DIE SCHULD

EINFACH SEIN

SMUDO IN ZUKUNFT

TYPISCH ICH

PICKNICKER

TAG AM MEER

KRIEGER

OVERTÜRE2

DAS SPIEL IST AUS

NAME DRAUF

MFG

ERNTEN WAS WIR SÄEN


25

DIE DA

POPULÄR

TROY

Leider wurde die Show nach hinten raus dann doch zu lang und es galt 22:00 Uhr als Curfew unbedingt einzuhalten, so dass leider kurzfristig DIE DA und POPULÄR doch noch aus dem Set flogen. Im Grunde gehört POPULÄR und seit letzem Jahr auch DIE DA zu jeder F4-Show und man könnte auf andere Songs viel eher verzichten. EINFACH SEIN wäre so einer. Aber ich verstehe natürlich, dass die breite Masse den Song unbedingt hören will. Gröni verzichtet ja auch nicht auf MÄNNER, BAP nicht auf VERDAMP LANG HER oder Maffay auf 7 BRÜCKEN. Aber auf UND LOS, DANKE oder SCHULD könnte ich eher verzichten als auf POPULÄR und DIE DA!

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Foto by: Blue-T Pictures

Es gibt eine Frage, die mir oft von „Fans“ gestellt wird. Die geht ungefähr so: „Sag mal, wieso heißen DIE FANTASTISCHEN VIER eigentlich DIE FANTASTISCHEN VIER wenn da immer nur 3 auf der Bühne rumturnen? Wo ist denn da der vierte Mann?“

Diese Frage kann ich endlich mit einen klaren und deutlichen „DA!“ beantworten:

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Hier sieht man doch ganz deutlich, dass DIE FANTASTISCHEN VIER auch wirklich 4 sind, oder? 🙂

Wie schon geschrieben, war pünktlich um 22 Uhr Feierabend. Damit endete ein Konzert, auf das ich mich wahnsinnig gefreut hatte, mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Lachend, weil ich Marko und Doreen wiedersah, mich mit netten Leuten unterhalten konnte und einen grandiosen Support-Act erlebte, weinend aber auch, weil der Sound wirklich mies war. Viel zu leise die ersten gut 45 Minuten mit ständig ausfallenden Boxen. IFA: Das kann viel besser gehen. Mein Lektor hingegen fand die Show phänomenal. Er wurde tatsächlich beim lektorieren meines Buches angefixt und sah sich die Show spontan an, da er doch in Berlin wohnt. Ein sehr sympathischer Typ, bei dem mein Buch in guten Händen war. DANKE.

Marko und Doreen entführten mich noch zu einer Burger-brutzel-Bude, wo wir uns mitten in der Nacht noch einen kleinen Snack gönnten.

Am nächsten Morgen machte ich mich früh auf die Socken, wollte ich mich doch noch mit Anne und Cathrin auf ein Mittagessen treffen. Die beiden hätten eigentlich auf dem Weg zum NUKE-Festival nach Österreich sein müssen, da dieses aber abgesagt wurde, blieben sie noch in Berlin.

Wiederum pünktlich, und diesmal ohne großen Kontrollstress, hob der Flieger der Germanwings ab und brachte mich sicher nach Köln/Bonn zurück. Dort erwartete mich mein Mädchen bereits.

Nu is erstmal Pause bis Dezember. Dazwischen aber erscheint mein Buch TROYER BEGLEITER – wer also nicht so lange warten möchte bis es hier Neues gibt, der möge dieses Buch lesen.

Wir sehen uns dann auf der Tour.

Bis dahin,

T R O Y





Festivalweekend 12.08-14.08.2016

18 08 2016

Rocco del Schlacko / Open Flair / Taubertal

1766 km quer durch die Republik für drei Konzerte Fanta 4.

Kann man das machen? NEIN!

Man MUSS das machen.

Vor allem, wenn man endlich mal von einem absoluten Vollprofi chauffiert wird. So führte mich mein erster Reiseabschnitt an den Rand des Potts ins beschauliche Werne. Dort traf ich mich schon donnerstags abends gegen 18:30 Uhr mit dem bezaubernden Rehlein Kalle Struss und seinem Kollegen Terry McCormick. Ursprünglich wollten wir sofort Richtung Saarland losfahren und unterwegs ein Schlafpäuschen einlegen, aber die Vollsperrung der A 1/ Leverkusener Brücke und die kilometerlangen Staus rund um Colonia veranlassten uns zu einer Umdisposition. In einer ortsansässigen Frittenschmiede schraubten wir uns noch jeder einen extrem delikaten Hamburger in die Figur und ich konnte mir einen kleinen Scherz nicht verkneifen:

Ich so: „Ich hätte gerne den Veggi-Burger.“

Frittenmann: „Hamma nich mehr auffe Kaate. Sowat frisst hier kena!“

Willkommen im Pott. 😉😊

Anschließend legten wir uns noch bis Mitternacht in die Rock ’n‘ Roll Trucks zur Ruhe.

Pünktlich um 23:55 Uhr wurde ich durch heftiges Schaukeln der LKW-Kabine geweckt. Kurz wähnte ich mich auf einem Schiff, aber es war nur der zarte Kalle, der vom Bett auf den Fahrersitz wechselte. Kurz etwas Wasser ins Gesicht und Zähne geputzt und um 0:30 Uhr begann der wilde Ritt zum ersten Festival, dem Rocco del Schlacko auf dem Sauwasen in Püttlingen.

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Am Horizont ist bereits der riesige Zeltplatz zu sehen:

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Pünktlich um 8 Uhr trafen wir auf dem Festivalgelände „Sauwasen“ ein:

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Bereits um 9 Uhr waren die Trucks entladen und Kalle, Terry und ich machten uns auf den langen Marsch zum Catering. Und es war ein langer Marsch. Einmal quer über den ganzen Festivalplatz, vorbei an den Nightlinern und noch einen kleinen Hang hinab. Belohnt wurden wir aber mit einem Frühstück der Extraklasse. Alles vom Feinsten. Kalle haute sich nach dem Frühstück noch ein paar Stunden aufs Ohr, während ich erstmal duschte, die Gegend erkundete und mich sehr ausgiebig mit den Stage-Hands unterhielt. Gegen frühen Nachmittag trat ich nochmal den langen Weg ins Catering an, denn es lockte frisch Gerilltes. Dafür bin ich immer zu haben. 🙂

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Bevor allerdings DIE FANTASTISCHEN VIER die Bühne betraten, musste ich noch JENNIFER ROSTOCK  über mich ergehen lassen. Absolut nicht meine Musik, aber Geschmäcker sind ja verschieden. Als Co-Headliner traten die wiedervereinten BOYSETSFIRE auf, auf die ich mich sehr freute.

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Crowdsurfen war die Devise ihres Auftritts. Die Jungs brannten eine Show ab, das kann man garnicht erzählen. Vom Allerfeinsten!

Aber dann hieß es, nach einer 40-minütigen Umbaupause, endlich wieder: VIERVIERVIER!

20160812_230032Pünktlich um 23:00 Uhr betrat ESKEI83 die Bühne und begann mit seinem fetten Intro. Das neue Bühnenbild haute mich, Sabrina und Cathrin direkt um. Nix mehr LED-Wände sondern passend zum Old-School-Style mit DJ wurden die Livebilder nun mit zwei Beamern auf die Bühne projeziert. Für mich stand augenblicklich fest, dass ich die Show auf dem Open Flair vom FOH (Front of House – der Turm in der Mitte des Festivalgeländes) aus sehen werde. Diese fand ohnehin ohne ESKEI83 statt, der einen unaufschiebbaren Auftritt auf Teneriffa hatte.

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Leider fehlten LE SMOU, ICHISICHISICHISICH, TYPISCH ICH und DIE DA!?! im Set – dafür wurde EWWS und KRIEGER gespielt. Auch das fette Prodigy-Mashup im Song SMUDO IN ZUKUNFT fehlte nicht. Extrem fette Show!

Etwa 90min nach Showende rollerten Kalle, Terry und ich vom „Sauwasen“ und durch das nachtschlafende Püttlingen der hessischen Stadt Eschwege entgegen. Á propos nachtschlafend: Wir waren kaum auf der Autobahn und schon krabbelte ich in mein Hochbett, zog das Sicherheitsnetz hoch (nicht, dass ich bei einem Bremsmanöver noch dem zarten Kalle auf den Schoß plumpste) und schlief umgehend ein. Aber nur kurz, denn ich musste mich erst an das Geschaukel gewöhnen. 😉

Hilfsbereit wie ich bin, sorgte ich mit einem ausgewogenen Schnarchkonzert dafür, dass Kalle auch nicht müde wurde – Böse Zungen behaupten, dass es zwischen Püttlingen und Eschwege keine Bäume und Sträucher mehr längs der Autbahn gibt. Ich halte das ja für ein Gerücht. Vielleicht überprüft das mal jemand. 😉

Etwa gegen 7 Uhr war ich dann aber wach, krabbelte wieder auf den Beifahrersitz und wurde augenblicklich mit einem wunderschönen Ausblick auf das schöne Hessen kurz vor Bad Hersfeld belohnt:

20160813_071753Noch ca. 50 km Landstraße bis Eschwege und ein kleiner Ritt durch enge Gassen….

….und wir erreichten das Open-Flair-Gelände. Das Erste, was mir positiv auffiel, war, dass hier auch mal an die durstigen Busse gedacht wurde:

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Nach einem ausgiebigen Frühstück und einer Dusche im angrenzenden Sportlerheim ist mir etwas Unangenehmes passiert: Ich schlief im menschenleeren F4-Crew-Container auf einer Couch ein und pennte mal locker 1,5 Std durch. Ob das jemand mitbekommen hat weiß ich nicht. Aber nach einem Blick auf die Uhr und einer Schrecksekunde verpisste ich mich so schnell ich konnte. 🙂

Zum Glück wurde ich noch rechtzeitig zum Konzert von VON BRÜCKEN wach. Auf die Jungs freute ich mich besonders, da ich deren Tour im ZAKK/DÜSSELDORF jobbedingt leider verpasst habe:

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Ein richtig geiles Konzert. Die Stimme von Nicholas Müller ist einfach überragend. Ich habe mich so gefreut, dass er seine Angststörung im Griff hat und das es ihm wieder richtig gut geht. Nach dem Konzert von VON BRÜCKEN trafen wir uns Backstage und unterhielten uns lange über seine Musik, mein Buch und vor allem über die Freundschaft zu Thomas D. Danke, für dieses tolle Gespräch:

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Nach VON BRÜCKEN spielten dann noch KAPELLE PETRA auf. Eine Band, die mir besonders von Sonja immer wieder ans Herz gelegt wurde. Aber ich kann mit dieser Art Musik nix anfangen. Es tut mir ehrlich leid, aber da komm ich nicht bei. Dieses krude, alberne rumblödeln kickt mich null. Ähnlich geht es mir bei MONSTERS OF LIEDERMACHING, J.B.O. oder KEULE.

Vor den FANTAS spielte BOSSE noch ein richtig gutes Konzert. Den guten Mann hatte ich irgendwie gar nicht auf der Agenda. Ich war positiv überrascht……und ein Autogramm für meine Kathrin habe ich auch noch bekommen. Aber dann:

FANTAS mit meinem guten Freund Christian (der extra für dieses Konzert aus Trier anreiste und noch in der Nacht wieder heimfuhr) vom FOH aus. Was für eine Wucht! Die Show macht derbe Bock auf die Hallentour im Dezember/Januar. Dieser ganz besondere Style der beiden Beamer…….BOMBE! Das hatte so richtig was. Geil!

Lassen wir Bilder sprechen:

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Nach dem Konzert, bei dem auch wieder DIE DA!?! und PICKNICKER gespielt wurde, hätte ich beinahe mein „Taxi“ verpasst. Ich hatte mich mit Marleen verquatscht. Wir hatten uns sehr lange nicht gesehen und hatten uns dementsprechend viel zu erzählen – sorry, Kalle 🙂

Die Fahrt hatte ich vollkommen verpennt. Kaum auf der Autobahn war ich damit beschäftigt, die Botanik abzuholzen……und Kalle wach zu halten – hihihi.

Das Erste, was ich sah, als ich die Augen öffnete, war das:

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Und das zweite, nachdem ich mich aus dem Truck geschält und auf die Bühne geschleppt hatte, war das:

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Was für eine beeindruckende Kulisse. Hier fühlte ich mich sofort wohl. Da hatte mein Rekord-Tour-Buddy Marco, den ich endlich wiedertraf, nicht übertrieben. Allerdings hielt dieses Gefühl nur so lange, bis ich einen Blick in den Fotograben warf:

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WTF? Mein erster Gedanke: Wie soll ich denn da die Kippe zu Michi werfen? Einen Stein dran binden? Zu gefährlich. In einen Papierflieger einarbeiten? Zu ungenau. Also was tun?

Die rettende Idee hatte Evelyn aus dem Catering. Sie organisierte mir ein weißes Handtuch und ein silbernes Tablett. Nachdem ich von SMUDO und THOMAS D noch die Erlaubnis bekam über das Gitter zu hechten und Michi die Kippe formvollendet zu übereichen, war das Konzert praktisch gerettet.

Den zweiten Gag, den ich mir überlegte, konnte ich einerseits nicht umsetzen, andererseits passierte dadurch etwas außergewöhnliches und für mich einmaliges. Eigentlich wollte ich meine weißen Freisprechkopfhörer mit zum Konzert nehmen, um bei EINFACH SEIN (meinem persönlichen „Hass“-Lied) über mein Handy einfach nochmal DAS SPIEL IST AUS zu hören. Ich stand so auf der Bühne rum, legte das Tablett mit Handtuch und Kippen parat und kontrollierte das Kabel der Kopfhörer, dass da nix verknotet ist. Dies sah der In-Ear-Mann Tobias und er fragte mich, was ich damit aufm Kozert will. Ich erklärte es, aber er hatte eine bessere Idee. Er gab mir einen In-Ear-Empfänger für das Konzert. Ich war total platt. Das war mal richtig geil! Ich hatte komplett den Sound auf den Ohren, den SMUDO auf den Ohren hatte. Ich konnte letzte Anweisungen vor der Show und in der Zugabenpause mithören. EIN TRAUM! Tobias: DANKEDANKEDANKE!

Einziger Vorteil dieses unfassbar breiten Fotograbens war, dass man auch in der ersten Reihe etwas von der coolen Beamer-Show mitbekam:

Und weil vor den Fantas mit BOYSETSFIRE und WIZO zwei Bands spielten, die derbe nach vorne gingen, wurde die Grabensecurity gleich mal aufgestockt, denn auch bei den Fantas war heftigst Crowdsurfen angesagt. Erlebt man auch eher selten.

Nach diesem extrem schweißtreibenden Konzert verabschiedete ich mich noch flott von den Jungs und stieg erneut zu Kalle in den Truck. Auf dem Rückweg nach Werne verpennte ich erneut den Großteil der Fahrt. Gegen halb 8 waren wir bereits wieder in Werne, weil ich Kalle erfolgreich davon abhalten konnte, sich noch ne Stunde aufs Ohr zu hauen. Ich wollte nur noch Heim, denn ich war ziemlich durch. Danke, Kalle, dass du durchgeballert bist. Ich „liebe“ Dich! In Werne schnell meine Klamotten ins Auto verklappt und ab nach Hause. Dort kam ich gegen 11 Uhr Gott sei Dank heil an. Unterwegs fielen mir zweimal die Augen zu. Beinahe wäre ich gegen ein Straßenschild und ein geparktes Auto gefahren. Da musste ich kurz mal aussteigen und ein bisschen um mein Auto rumlaufen……….7km vor daheim……voll peinlich.

Alles in allem aber ein extrem geiler Turn.

Danke an Kalle Struss, der mich in seinen heiligen Truck gelassen hat – ich als Trucker weiß, wie er gelitten haben muss. 🙂

Und natürlich DANKE an Flo Hauss, die FANTAS und Rock ’n‘ Roll-Trucking, die mir diese Reise ermöglichten.

Zum nächsten Konzert nach Berlin wird geflogen und im Dezember/Januar ist der liebe Marco wieder an Bord meines Wohnwagens. Das wird fein – dann auch mit meinem Buch im Gepäck.

BTW: Mein Buch TROYER BEGLEITER ist ab sofort bei Amazon vorbestellbar und wird ab dem 07.11.2016 in den Läden stehen.

Wir sehen uns in Berlin!

 

T R O Y